Tipps

Taucht ein in einen Bereich, in dem es nichts zu kaufen gibt. Wir teilen mit euch unser Wissen rund um Küche, Reise und was uns sonst noch einfällt, was den einen oder anderen interessieren könnte. Vielleicht haben wir ein spezielles Wort gebraucht, aber nicht näher erklärt. Ihr würdet es aber gerne näher erläutert haben. 

 

Von Amuse-bouche bis Dessert die richtige Menüfolge

Ein festliches französisches Menü umfasst sieben bis neun Gänge. Zudem kommen noch kleine Zwischengänge hinzu. Dies hört sich nach Völlerei an, ist es jedoch nicht, da man über Stunden kleinere Portionen, als man aus Deutschland kennt, genießt.
 

Aperitif

Schaut euch einmal im Restaurant um. Ihr werdet fast nie sehen, dass ein Franzose auf einen Aperitif verzichtet. Bevorzugt wird hier ein "Tradition" bestellt, was bedeutet, dass man einen Champagner erhält.  Seitens des Restaurant werden hierzu meistens Oliven, Knabbereien oder etwas Salami gereicht.


Entrées, Amuse-gueules, Amuse-bouche (Elsaß) - der Gruß aus der Küche (Deutschland)

Unter diesen Fachbegriffen versteht man einen kleinen Happen, der die Sinne öffnet und Lust auf mehr macht.


Hors d'oeuvre - die Vorspeise

Diese Vorspeise ist in der Regel kalt und hilft die Zeit zum nächsten Gang zu überbrücken. Hier werden gerne kalte Meeresfrüchte oder auch Spargel gereicht.
 

La soupe - viele Variationen für ein Gericht

Die Suppe ist der erste warme Gang in einem französischen Menü. Hierbei ist jedoch Suppe nicht gleich Suppe. Die Franzosen kennen neun verschiedene Varianten hierzu.

  • soupe = allgemeiner Begriff für Suppe

  • potage = pürierte Suppe, die meistens aus Gemüse besteht

  • bisque = sehr feine Suppe auf Basis von Hummer, Languste oder Krebsen

  • consommée = klare, konzentrierte Kraftbrühe

  • potée = deftiges Eintopfgericht in der Regel mit Kohl

  • pot-au-feu = Eintopfgericht mit Gemüsen und Fleisch

  • velouté = gebundene oder sämige Suppe

  • crème = pürierte Rahmsuppe

  • bouillon = klare Suppe
     

Wenn man beim Hors d'oeuvre keinen Fisch oder Meeresfrüchte gewählt hat, wird dieser Gang auch gerne durch einen warmen Fischgang ersetzt.
 

Sorbet nach einem warmen Fischgang

Zum Neutralisieren des Geschmacks eignet sich hervorragend ein Sorbet, das zudem wieder etwas mehr Platz für den Hauptgang schafft.
 

Plat principal - das Hauptgericht

Der Hauptgang besteht immer aus, Fleisch, Geflügel oder Fisch. Hatte man bereits in den Vorgängen Fisch, so verzichtet man an dieser Stelle darauf. Sie werden nie eine sättigende Beilage finden, da man euch ja nicht mästen möchte. Beilagen sind Gemüse, Kartoffeln oder Pommes frites. Wobei Kartoffeln in Frankreich als Gemüse gelten.
 

Salat - der Besen

Die Franzosen bezeichnen einen Salat an dieser Stelle als "Besen", der den Magen aufräumt.
 

Fromages - Käse

Der Käse krönt ein fulminantes Essen. Eher selten wird euch dieser bereits fertig portioniert auf einem Teller serviert. Die Regel ist, dass ihr die Möglichkeit der Wahl habt. Wählt bitte nur drei kleine Stücke, die ihr mit eurem letzten Wein und etwas Brot verspeist. Ganz wichtig: Mit diesem Gang endet der Genuss des Weines.
 

Dessert, Obst, Kaffee

Diese Wahl bleibt euch überlassen. Sollte auf der Karte ein "Café Gourmand" angeboten werden, so greift zu. Fälschlicher Weise bezeichnet man im Deutschen einen Gourmand als Vielfraß, was so nicht stimmt. Denn ein Gourmand ist ein "Leckermäulchen". So erhaltet ihr bei einem Café oder Thé "Gourmand" eine Variation von kleinen Köstlichkeiten mit einem Espresso oder einem Tee.

Hinweise am Rande

  • Bitte sucht euch nie selber einen Tisch aus, sondern lasst euch einen oder mehrere vorschlagen nach denen ihr wählen könnt.